In Jahr 2027 feiert die Weissenhof-Siedlung auf dem Killesberg ihren hundertsten Geburtstag. 1927 bewegte diese Siedlung die Architekturwelt und sie löste beim Publikum gemischte Gefühle aus: Wollen wir in Zukunft in Wohnmaschinen leben, passen einfache, kubische Gebäude mit flachen Dächern in unsere vertraute Landschaft, kann ein noch so guter Wohnungsbau die sozialen nachbarschaftlichen Netze einer vorindustriellen Gesellschaft ersetzen? Hundert Jahre später stellen sich ähnliche Fragen vor anderem Hintergrund. Billige Energie heizt unsere Häuser, ermöglicht Reisen, vernetzt die effizientesten Produktionsstandorte weltweit, die ihre Produkte in Paketen in unsere Treppenhäuser liefern. Können wir mit diesem Komfort, ob in Wohnsiedlungen oder im Eigenheim noch guten Gewissens leben? Bedrohen wir damit nicht die Zukunft unserer Kinder und Enkel, die mit vielfältigen Naturkatastrophen zurechtkommen müssen?
Internationale Bauausstellungen bieten die Chance, Zukunftspfade zu öffnen und abseits alltäglicher Zwänge Grundsatzfragen zu stellen. Diese Arbeit ist nicht komfortabel, stößt an vielen Stellen auf Widerstand, löst aber an anderen Kräfte aus, die für die Zukunft der Region wertvoll sein werden. Über Zukunftsangst und Zukunftsfreude, die Bauausstellung 2027, ihre Ziele, Strategien und Möglichkeiten wird unser Referent reden.
Andreas Hofer, Intendant/Geschäftsführer/CEO, Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart.
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm

