Immer häufiger sehen wir den Heimatbegriff von rechten Gruppierungen vereinnahmt. Heimat wird oft durch die Ausgrenzung derer definiert, die nicht dazugehören können oder dürfen.
Grund genug, die Frage nach einem zeitgemäßen Heimatbegriff zu stellen, der kulturelle Vielfalt und Offenheit zulässt; der Gemeinschaft und Solidarität fördert; der Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung ausschließt.
Der Vortrag verfolgt die historische Entwicklung des immer wieder neu definierten Begriffs. Dessen Beleuchtung aus historischer, ethnologischer, soziologischer und pädagogischer Sicht wird zahlreiche Fragen aufwerfen: Definiert die Herkunft unsere Heimat? Gibt es neben der äußeren Heimat eine innere, also flexible und transportable Heimat? Wie können wir uns und andere neu beheimaten? Leben wir in einer Heimat oder verankern wir uns in verschiedenen Heimaten?
Markus Golser ist Kunsthistoriker
15.00 Uhr: Kaffeestunde
16.00 Uhr: Programm

